Heute ging es also zur chinesischen Mauer, 158 km von Beijing entfernt in Jinshanling. 吴语光 begleitet mich heute was ich wirklich toll finde, da ein Einheimischer der chinesisch spricht wirklich hilfreich ist, um an diesen entlegenen Ort zu kommen. Wir haben uns also um 7 Uhr vor dem Hotel getroffen und man glaubt es kaum, beide waren pünktlich. Der Bus 980 bringt uns also für 15 Yen im Vergleich zu den veranschlagten 380 Yen,was im Hotel angeboten wurde, zu einem vollgepackten Touristenort . Ein weiterer Vorteil ist, dass wir nicht an Touristenshops anhalten müssen, was so ziemlich bei jeder Tour mit CITS passiert und ziemlich nervt, da jedes mal die Zeit an der wirklichen Sehenswürdigkeit auf ein Minimum schrumpft und die Regierung verdient zusätzliches Geld. Wir haben uns also für eine weit entfernte Stelle entschieden und die längere Bussfahrt in Kauf genommen, um an einem nicht ganz so viel besuchten Platz der Mauer anzukommen. Wir konnten jedoch wirklich nicht ahnen oder erwarten, das dieser Teil komplett leer war! Wir haben den ganzen Tag höchstens 15 andere Menschen getroffen. Wahnsinn welch ein Glück.
Der Teil Jinshanling der chinesischen Mauer wurde 1368 errichtet und 1567 wieder aufgebaut. Gebaut wurde unter der Herrschaft eines berühmten Generals der Ming Dynastie. Die Mauer geht von Longyukou bis zum Wnagiing Turm und ist an diesem Stück somit 10,5 KM lang. Diese Entfernung geht über 5 Pässe und beinhaltet 69 Türme. Auch gibt es an diesem Teil der Mauer noch unberührte Stücke, die noch nicht saniert wurden, um das Risiko für die kletternden Touristen zu minimieren, was dem Flair sehr zuträglich ist. Wo wir schon beim Flair sind, den habe ich wirklich gefunden in China. Es ist nicht leicht mit der Planierraupenpolitik, aber es ist noch ein einigen Stellen vorhanden.
Wir sind also total sprachlos von der Schönheit der Landschaft und des Anblicks der Mauer, fast 8 Stunden auf ihr herumgeklettert und haben den Sonnenuntergang abgewartet. Hätte ich kein Hotel in Beijing gebucht gehabt, hätte ich im Mauerhotel welches am Fuß des Berges liegt und zwischen 300 und 400 Yen kostet eingecheckt ,um auch noch den Sonnenaufgang zu fotografieren. Sollte also von euch jemals einer hier her kommen, plant das von Anfang an ein.
Die Rückreise nach Beijing war dann noch ein ziemliches Abenteuer, da wir natürlich den letzen Bus um 7 Uhr verpasst haben und nun nicht mehr wussten, wie wir zurück nach Beijing kommen. Somit haben wir schon damit gerechnet im Freien zu übernachten, als ein Bus auf der Straße nach Beijing anhielt und wir für 20 Yen mitfahren konnten. Dies war kein normaler Bus, sondern ein illegaler privater Schlafbus, der so ziemlich keinen Sicherheitsrichtlinien entsprach. Das Gefährlichste war, der Sohn des Fahrers saß genau vor der Windschutzscheibe und bei jeder Bremsung , die sich wie eine Vollbremsung anfühlte, da die Bremse irgendwie kaput war, hatte ich Angst dass dem Sohn was passiert. Die Mutter hatte diese Fahrten wohl schon öfter gemacht und war nicht besorgt um ihren Sohn. Sie hat ihrem Sohn seelenruhig ein Lied beigebracht.















11/08/2010 @ 09:44
Die Bilder sind von überwältigender Schönheit und fotografisch toll gemacht, und natürlich keine Menschen zu sehen, super.